ADTV TANZSCHULE DIETER KELLER GbR
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  • 04.September 2016 Sonntags-Tanzparty DETAILS

    TANZPARTY: Jeden Sonntag von 19-22 Uhr bietet sich Ihnen die Möglichkeit zusätzlich zu  Ihrem Kurs zu tanzen.

    Gäste "von außerhalb" sind jederzeit herzlich willkommen.

     

    Haben Sie Fragen, gerne klären wir diese mit Ihnen zusammen.

     
  • 05.September 2016 Tanz-Tee DETAILS

    Jeden Montag in der Zeit von 14-17:30 Uhr bieten wir den Tanz-Tee für Senioren an. Hier können Sie sich gepflegt unterhalten, das Tanzbein schwingen oder einfach nur unserem Entertainer Michael Borge (www.seniorendiscothek.de) lauschen, der sich eine Menge einfallen lässt um Sie zu unterhalten. Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen. Stargast: Melanie Sanders

     
  • 10.September 2016 West Coast Swing Party DETAILS

    West Coast Swing Übungsparty mit aktuellen Hits aus Europa und den USA. Zu Beginn (19:30) findet ein Einsteiger Workshop statt.

     
  • 10.September 2016 Line-Dance-Party DETAILS

    Linedance-Party mit DJ - WIPPI, "Wunschdisco für alle". Hier werden dem Anfänger sowie auch dem geübten Tänzer fast alle Musikwünsche erfüllt.

    Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
    Ihr Tanzschul-Team

     
  • 11.September 2016 Sonntags-Tanzparty DETAILS

    TANZPARTY: Jeden Sonntag von 19-22 Uhr bietet sich Ihnen die Möglichkeit zusätzlich zu  Ihrem Kurs zu tanzen.

    Gäste "von außerhalb" sind jederzeit herzlich willkommen.

     

    Haben Sie Fragen, gerne klären wir diese mit Ihnen zusammen.

     

Das Ballspiel

Lotte sagt: „Das gehört sich doch so“. Nach der Konfirmation geht man in die Tanzschule. Doch dort hat sich in den letzten Jahren eigentlich alles geändert – bis auf die Schritte beim Walzer.

Dass es noch solche Gewissheiten gibt. Die Tanzschule besuchen? Das sei doch eine Selbstverständlich- keit! Das Mädchen zögert kein bisschen, als es sagt: „Das gehört sich doch so nach der Konfirmation.“ Ja, auf dem Dorfe, da ist das in manchen Landstrichen so. Dort ist die Gesellschaftstanzverachtung der 68er-Generation nie angekommen oder hinweggefegt von Tanzfilmen und Videoclips längst wieder abgeklungen. Da gehen die Jugendlichen immernoch oder wieder im Schwarm zum Tanzen lernen. Immerhin ist der Abiball ein wichtiges Initiationsritual, das keine verstolperte Blamage werden soll. Aber in Berlin? Dieser Stadt, die weder gottesfürchtig, noch traditionsbewusst, geschweige denn galant ist? Die zwar eine sehr lebendige Tango- und Swing-Szene kennt, aber anders als Wien über wenig Ballkultur und schon gar keinen Sinn fürs Zeremonielle verfügt? Da ist so ein Satz Balsam für die in der Provinz sozialisierte und am rauen Großstadtalltag wundgeriebene Seele. Lotte aus Lichterfelde ist ein Gottesgeschenk, wie sie da so unschuldig in ihren Hotpants auf dem Tanzparkett steht. Ein verspätetes Kind des 20. Jahrhunderts, das noch gar nicht geboren war, als sich das samt diesen Gepflogenheiten verabschiedet hat.Was ohnehin ganz offensichtlich ein Irrtum war.

Gute Fragen: Wie fordere ich jemand auf? Wie werde ich ihn los?

Sonntagvormittag, Umgangsformen-Seminar. In der Tanzschule Dieter Keller in Friedenau haben sich außer Lotte rund 30 Mädchen und Jungen versammelt, um Benehmen zu lernen. Der Kurs ist Voraussetzung für das sogenannte Gesellschaftszertifikat, das der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) seit 2012 vergibt. Die Jugendlichen absolvieren einen dreimonatigen Grundkurs in Gesellschaftstanz. Am Samstag darauf feiern sie mit den Eltern ihren festlichen Einstand auf dem Tanzparkett – den Premierenball. Bis dahin sind noch ein paar Dinge zu klären: Was ziehe ich an? Wie begrüße ich die Eltern des Ballpartners? Wer hält wem die Tür auf?Wie fordere ich einen Tanzpartner auf? Und wie werde ich ihn hinterher wieder los?

Vor allem mit Feingefühl, erläutert Seminarleiter Daniel Wielinski, ein ausgebildeter Coach für Umgangsformen, den im heiklen Miteinander der Geschlechter ungeübten Teenagern. Wäre dieser schmale junge Mann mit der Krawatte nicht schon Tanzlehrer, er müsste als solcher erfunden werden. Der Ton konziliant, die Haltung kerzengerade, der Schritt federnd, das Lächeln so ausdauernd wie die Körperspannung. Das entspricht dem Bild, das die Welt seit Einsetzung der Tanzmeister am Hofe des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. vom zuerst höfischen und später auch bürgerlichen Beruf des Tanzlehrers hat. Selbst wenn sich dessen Rolle seither offensichtlich vom Verherrlicher königlicher Macht zum Werte-und-Normen-Lehrer entwickelt hat. Daniel spricht nämlich nicht über Knicks und Diener –die macht schon lange keiner mehr –, sondern über die Begriffe Toleranz und Wertschätzung. Nur folgerichtig, dass dabei auch in der Tanzschule von heute die demokratische Gruppenarbeit den hierarchischen Frontalunterricht ersetzt. „Eigentlich wisst ihr euch ja auch alle schon zu benehmen“, sagt der Coach, der eher freundschaftlicher Motivator als autoritäre Respektsperson ist.

Das leuchtet mit Blick auf die frischen Geschöpfe aus behüteten Bürgerhaushalten des Berliner Südwestens unmittelbarcein. Lotte, 13, ist längst nicht die einzige minderjährige Wertkonservative im Saal. In ihrer Familie habe es Tradition, auf Anstand zu achten, sagt sie, und ihr BruderCaspar, 15, nickt. Benehmen sei wichtig, findet auch der, „für Vorstellungsgespräche und wenn man mit dem Chef essen geht“. So viel Umsicht, so viel Vernunft, so viel Wohlanständigkeit, das wird jetzt langsam unheimlich. Die Eltern sind Architekten, sie selbst Gymnasiasten. Es ist leicht und nicht unangenehm, sie sich als zukünftige Stützen der Gesellschaft vorzustellen. Ein Typus junger Menschen, der in diesem Seminar, in dieser Tanzschule eher die Regel als die Ausnahme ist. Der Sätze wie den eines Gymnasiasten aus Charlottenburg sagt: „Tanzen gehört zur menschlichen Allgemeinbildung dazu.“ Und der durch Elternempfehlung oder eigene Internetrecherche allein, in kleinen Gruppen oder mit Geschwistern den Weg hierher findet. Glaubt man den Mädchen, treibt sie eher Freude am Tanzen, die Jungen folgen den Mädchen und der Tradition.

Die Tanzschule Dieter Keller gehört zu den renommiertesten der Stadt. Ein bodenständiges, aber nicht biederes Institut, dessen Historie bis zu Martha und Willi Keller im Jahr 1900 zuruückreicht. Nur logisch also, dass auch das Zweite Deutsche Fernsehen am Walther-Schreiber-Platz angefragt hat, als es um die Dreharbeiten für den im März ausgestrahlten Dreiteiler „Ku’damm 56“ ging. Die in den fuünfziger Jahren spielende Familiengeschichte der konservativen Tanzschulbesitzerin Caterina Schöllack und ihrer drei angepassten wie aufmüpfigen Töchter zeichnete das Bild der Tanzschule als Ort der Restauration wie der durch den Rock’n’Roll ausgelösten Revolution.

Tatsächlich ist der bürgerlich Tanz, der in Deutschland ab 1800 in Nachfolge des höfischen Tanzes zum Statussymbol wurde, immer mehr gewesen als eine Kombination von Schritten zu Musik. Gesellschaftstanz ist Alltagskultur,ist Ausdruck von Lebensart, von Körper-, Klassen- und Rollenbewusstsein, von Eros und Identität. Je nach Zeit, Politik und Mode festigt er Systeme und Sitten oder löst sie auf. Im 20. Jahrhundert kommt zu als skandalös empfundenen Tanzveranstaltungen gelegentlich die Polizei. Schon lange vor dem Rock’n’Roll. Ordnungshüter in der Tanzschule? Das ist hier im lichten großen Saal schwer vorstellbar. Regelverstöße, Grenzüberschreitungen sind in diesem wohligen Refugium des Takthaltens nicht vorgesehen. Oder wie Daniel Wielinksi es formuliert: „Verhaltensauffällige Schüler haben wir nicht.“ Die Ordnungsrufe, die hier erschallen, sind hübsch harmlos – „Quick, quick, Chassé-Schritt“ oder „Kick, kick, Wiegeschritt“.Karola Keller, Sebastian Keller-Jörgens & Monika Keller (v.l.)

Karola Keller, Sebastian Keller-Jörgens & Monika Keller (v.l.)

Fünf unterschiedlich große, mit Spiegelfronten dekorierte Säle samt Bar, Garderoben, Kinderbetreuungszimmer und Rezeption verteilen sich über den ersten und zweiten Stock. Ein Saal ist jüngst erst dazugekommen. 25 Mitarbeiter, darunter neun Tanzlehrer, kümmern sich um 1800 Mitglieder. Sieben Tage die Woche sind Walzerklänge und Latinorhythmen schon draußen auf der Rheinstraße zu hören. Das Treppenhaus ist bepflastert mit golden glänzenden Auszeichnungen. Die Tanzschule Dieter Keller floriert. Deswegen durfte auch das ZDF nicht zum Drehen kommen. Eine Woche schließen? Das geht gar nicht, sagt Seniorchefin Monika Keller, 69. „Abgesehen von Weihnachten haben wir immer auf.“ Was die Fernseh-Tanzschule mit der heutigen Realität zu tun habe, kann sie nicht sagen Weder sie noch Tochter Karola, 30, die Juniorchefin, oder Schwiegersohn Sebastian Keller-Jörgens, 28, der aus einer Leipziger Tänzerdynastie stammt, haben den Dreiteiler gesehen. Aufgezeichnet schon, aber nicht angeschaut. Keine Zeit! Alle sind sie ausgebildete Tanzlehrer, geben Kurse, führen die Geschäfte, und das junge Paar hat auch noch zwei Söhne zu erziehen.

Doch die resolute, stets tiptop hergerichtete Monika Keller wäre nicht seit 1970 Chefin, wenn sie nicht wüsste, dass sich in der Tanzschule seither alles geändert hat – bis auf die Schritte beim Langsamen Walzer oder der Rumba. Und selbst deren Abfolge fällt heute weniger komplex als noch vor Jahrzehnten aus. Junge wie alte Tanzschüler seien heute weniger belastbar, hat Monika Keller festgestellt. Der Stress in Schule und Beruf schlägt ihnen auf die Konzentrationsfähigkeit.Und in der Freizeit sind sie mehr an Spaß als an Perfektion interessiert. Sie belehren, ja sogar schulmeistern, wie das seit Gründung des ADTV 1922 Generationen von Tanzlehrern betrieben haben, das sei nicht zeitgemäß.„Wir sind keine Schritteverkäufer mehr. Wir sind Freizeitgestalter.“Tanzreisen, Partys, Bälle, Workshops – all das gehört dazu.

Monika Keller, die studierte Deutsch und Sportlehrerin ist und schon mit zwei Jahren den Ballettunterricht besuchte, glaubt an Pädagogik und Psychologie. Motorisch minderbemittelte Männer, die heute genauso wie in den Fünfzigern nur ihren Frauen zuliebe in die Tanzschule kommen, baut sie mit kleinen Erfolgserlebnissenauf. Und die Standardtanz-Eleven begrüßt sie zum Auftakt des neuen Grundkurses genauso wie zum Umgangsformen- Seminar. „Bitte legt die Jacken in der Garderobe ab und nehmt die Kaugummis raus.“

Ja, Keller ist alte Schule, doch auch sie gesteht den neuen Zeiten ihre eigenen Tänze zu. In den ADTV-Tanzschulen, die in Deutschland von 220 in den fünfziger Jahren auf heute 800 angewachsen sind, lernen sie Kleinkinder so wie Greise. Montagnachmittag, Dance for Kids, Altersgruppe drei bis vier Jahre. „Lena, jetzt bist du der Leni auf den Finger getreten“, sagt Tanzlehrerin Lisa Landefeld. Hat die Leni aber gar nicht gemerkt, so weich wie das Füßchen von Lena ist. Einige der kleinen Mädchen tragen Tülltutus, aber mit Ballettdrill haben die Bewegungsanimationen zu Mitsingmusik nichts zu tun. Beim nachfolgenden „Windeltanz für Anderthalb- bis Dreijährige“ üben sich sechs Kinder und zehn Frauen in Bälle kullern, Klatschen, Winken, Hüpfen – ein niedlich anzusehender, pädagogischwertvoller Ringelreigen. Demnächst absolviert die Tanzlehrerin die Ausbildung für Kinder-Etikette.

Im großen Saal ist zeitgleich Seniorendiskothek. Discjockey Michael Borge fährt gerade „Das Fräulein Gerda“ von Max Raabe ab. Um die 40 reifere Herrschaften kreisen paarweise über dasTanzparkett, gewinnen beim Bingo Rosen, trinken Piccolöchen. Im zweiten Stock wechseln sich der Hip-Hop- und der Zumba-Kurs ab. Beides sind von der Videoclipkultur und Fitnessbewegung inspirierte Trendtänze. Vor einer Spiegelfront trainieren die Schüler, die hier mehrheitlich Schülerinnen sind, dynamische, von stereotypen Arm- und Beinbewegungen dominierte Choreografien. In der Gruppe und doch jede für sich allein. Das eigene Spiegelbild immer im Blick.

Hip-Hop in Friedenau ist heiter. Aber auch ernüchternd

Hip-Hop in Friedenau ist heiter, aber auch ernüchternd anzusehen: erst war der Style Subkultur, dann Popkultur, und schließlich ist er nur noch Aerobic – das Ende einer Verwertungskette. Die im ADTV organisierten Tanzschulen beschäftigen nicht von ungefähr einen Trendscout, der die Musikindustrie nach neuen Entwicklungen scannt, aus denen sich Tänze für Singles backen lassen. Dass sie wie verrückt nachgefragt sind, spricht von einer selbstdarstellungsverliebten, individualisierten Gesellschaft. Die Mode hat nicht nur junge Frauen, sondern auch Seniorinnen erfasst.

Dienstagmorgen, Agilando. 23 Damen und zwei Herren versammeln sich zu dieser auf die Bedürfnisse von Frauen über 60 abgestimmten Kombination aus rhythmischer Gymnastik und Singletanz. Auf Aufwärmübungen folgt wieder eine Gruppenchoreografie. „Ich will keinen Lebenspartner, ich will einen Tanzpartner“, sagt Karin aus Tempelhof. Den findet sie nicht, also ist sie hier. Ihre Bekannte Christine, die im Gegensatz zu Karin kein Geheimnis aus ihren 72 Jahren macht, lobt, dass Agilando extra für „Damen, die allein sind, erfunden wurde“. Der ältere der beiden hüftsteifen Herren deutet den Kurs mit Blick auf die Damen in seinem Sinn: „Das sind meine Schneewittchen, und ich bin der Zwerg.“ Die Tanzschule schafft Geselligkeit auf Zeit, bereitet Bekanntschaften den Boden, aber bitte im Rahmen, bloß keine Zutraulichkeiten. Freunde finden? Karin nickt. Wenn sie wolle, könne sie das hier. „Aber ich habe ja gar keine Zeit.“ Kontakte suchen und gleichzeitig fürchten, noch so ein Symptom. Was hat Sebastian Keller-Jörgens noch beim allerersten Treffen gesagt? Tanzen sei toll, weil Menschen das miteinander machen. Nicht gegeneinander, wie Tennisspielen. Nur muss es dazu überhaupt erstmal Paare geben.

Samstagabend, Premierenball. Monika Keller moderiert. Ein Tusch vom Band kündigt ihre Ansagen an. Bei jeder Bewegung glitzert ihr Kleid. Kleider sind für die Damen Pflicht, die Herren tragen schwarzen Anzug. Nur ein Vater hat sich doch tatsächlich in einer blauen Hose in den Saal verirrt. Die Kinder dagegen kennen die Etikette: Die jungen Damen bekommen Sträuße von den Herren, die wiederum Pralinen von den Damen. Bei den Aufmerksamkeiten herrscht Gleichberechtigung, beim Tanzen jedoch führt immer noch der Mann. Langsamer Walzer, Walzer „Jetzt bitte mal die Eltern auffordern.“ Die verschiedenen Kurse stellen sich mit Ehrentänzen vor. Die Tanzlehrer zeigen Showeinlagen. Zur Bockwurst gibt es Kartoffelsalat. Ein kreuzbraver, begrenzt glamouröser, aber in seiner familiären Selbstverständlichkeit ungemein herziger Abend. Die Alten und die Jungen sitzen an getrennten Tischen und treffen auf der Tanzfläche doch versöhnt aufeinander. Stolze Väter kreiseln mit ihren Töchtern vorbei. Schlaksige Söhne zerren an den Armen geduldiger Mütter. Jungen und Mädchen sortieren angespannt die Füße. In ihren Leibern tanzen die Hormone Krakowiak, eigentlich läuft gerade Discofox. Scheue Blicke, feuchte Hände und von Coolness keine Spur.

Tusch, Monika Keller verleiht ein Gesellschaftszertifikat. „Wenn man das in die Bewerbung legt, ist es eine gute Sache.“ Die Tanzstunde als Karrierebaustein. Empfänger ist Simon, 15, aus Zehlendorf. Er trägt eine modisch gewagte weiße Fliege und hält Tanzen durchaus für ein cooles Hobby. „Und Umgangsformen gehören dazu.“ Eine Ansicht, die er mit den anwesenden Eltern teilt. Ein Paar aus Schmargendorf, das sich als Patchworkfamilie outet, hat sogar Zwillinge auf dem Parkett. Der Vater hat bei ihnen ein neu erwachtes Interesse an formellen Spielregeln, ein Revival der Etikette festgestellt. Den Eindruck bestätigt auch der Sprecher des größten deutschen Tanzlehrerverbandes. Und selbst wenn es dazu keine empirischen Erkenntnisse gibt, leuchtet es doppelt ein – als Echo einer neuen Bürgerlichkeit ebenso wie als Reaktion auf die verwirrende Formlosigkeit des westlichen Lebens in der Postpostmoderne.

Auch Lotte und Caspar schwofen unermüdlich über die Tanzfläche. Zusammen und in wechselnden Konstellationen. Der Schlaks hat schon die geneigte Kopfhaltung eines Menschen verinnerlicht, dem es unangenehm ist, dass er größer als alle anderen ist. „Das Tanzen hat Spaß gemacht“, kommentiert er seinen ersten Ball, als es allmählich auf Mitternacht geht. Ob ihm etwas missfallen hat? „Das alle Mädchen mindestens einen Kopf kleiner sind.“ Ein Drama, das in den Fünfzigern nicht anders ausgefallen wäre. Lotte hüpft inzwischen ausgelassen zu dröhnender Discomusik Freestyle und ohne Schuhe herum. Das ist nicht ganz die lupenreine Standardschule, doch Monika Keller lässt Fünfe gerade sein. „Die müssen auch mal Dampf ablassen.“ Der große schlanke Glatzkopf und die Brünette am Tisch da drüben, das müssen die Eltern von Lotte und Caspar sein. Durch den Ball animiert, wollen sie nun auch die eigenen Tanzkenntnisse wieder auffrischen, teilen sie mit.

In einem Crash-Kurs,der parallel zum Umgangsformen- Seminar läuft, werden die von Monika Keller bei interessierten Eltern schon vor dem Premierenball reanimiert. Tanzen können sei wichtig, sagt der Vater von Lotte und Caspar. Die Kinder könnten ja mal in entsprechende gesellschaftliche Situationen kommen. Die Mutter jedoch stutzt, als sie mit Lottes Schilderung der Familientradition konfrontiert wird. So von wegenTanzschule nach der Konfirmation. „Das ist doch mein Satz“, staunt sie. „Das habe ich Lotte erzählt. Sowar das bei mir.“

Geborgte Traditionen fortschreiben. Das ist eine wirklich neue Rolle für die Gesellschaftstanzschulen.


Der Tagesspiegel, Von Gunda Bartels, 19. Juni 2016, Seite 8

Wer tanzen lernt hat mehr vom Leben

15 Jahre Tanzschule Dieter Keller in der Rheinstraße

Nachmittags Tanzen für Alle, abends Party mit Show

Es war ein großer Tag für die Tanzschule Dieter Keller: 15 Jahre in der Rheinstraße. Das musste natürlich gebührend gefeiert werden.

Die stolzen Gastgeber: Karola und Monika Keller Das Fest begann am Nachmittag mit einem Tag der offenen Tür, an dem sich die verschiedenen Tanzgruppen mit ihren Tänzen den zahlreichen Besuchern vorstellten. Zuerst traten die kleinsten Tänzer auf. Zusammen mit den Kindertanzlehrerinnen Lisa und Amy zeigten die 4 bis 5-jährigen ihr Können.Die Videoclip-Tanztruppe mit einer beeindruckenden Performance Hier fieberte das Publikum mit, wenn es darum ging, keinen Schritt zu verpassen und mit den Mittänzern Schritt zu halten. Die Freude und das Strahlen in ihren Gesichtern übertrugen sich bis ins Publikum.

Danach folgte eine beeindruckende Performance der 8 bis 12-jährigen Kids: Die Videoclip-Tanzgruppe kombinierte in ihren Tänzen Hip-Hop, Streetdance und

Discodance und die Kinderformation zeigte in Paartänzen Klassiker, wie z. B. Walzer, Tango oder Cha-Cha.

Viel Spaß hatten die Kinder bei den anschließenden Animationstänzen, an dem die Kinder aller Altersgruppen teilnahmen und der Platz auf der dicht gefüllten Tanzfläche knapp wurde. Die amüsante Zaubershow Im weiteren Verlauf des Programms stellten sich die Singles und Senioren mit ihren Tänzen vor. Beim Line Dance sah man eine gut gelaunte Monika Keller mitwippen, die mit dem Mikrofon in der Hand die Vorführungen moderierte und wohl am liebsten selbst mitgetanzt hätte.

Darauf folgte ein orientalischer Tanz, der von einer Tänzerin im stilechten Kostüm sehr gekonnt vorgeführt wurde. Zum Abschluss der Nachmittagsveranstaltung traten die Damen des Latino Lady Style Club auf.Formationstanz wurde den Zuschauern gekonnt präsentiert

Die Darbietung mit klassischen Grundschritten aus Salsa, Merengue und Cha-Cha zeigte, dass Tanzen auch ohne Tanzpartner viel Freude machen kann.

Wie der Höhepunkt eines glanzvollen Feuerwerks gestaltete sich am Abend die Jubiläumsparty mit buntem Showprogramm. Mit einer sehr rührenden Rede begrüßte Monika Keller die 140 Gäste und stimmte sie auf einen unterhaltsamen Abend ein. Eingeleitet wurde das Showprogramm mit dem "Francaise", einem höfischen Tanz aus dem 19. Jahrhundert.

Ein Highlight des Abends war die bekannte Zaubershow von Marie und Serjoschka, die mit Parodie, Witz und viel Charme das Publikum begeisterten.

Ein Rückblick mit einer Fotoschau der vergangenen 15 Jahre Erfolgsgeschichte Tanzschule Dieter Keller rundete den Abend ab.

Quelle: lokaljournal - Stadtmagazin für Friedenau (Oktober 2014 - Seite 11)

 

 


Berliner Presseball 2012

Berliner Tagesspiegel: Da ballt sich was zusammen - "Die Tanzschule Dieter Keller hatte 40 junge Paare entsandt, die mit festlicher Choreographie den Ball eröffneten. Das Salon Orchester unter Leitung von Christoph Sanft spielte den Walzer "An der schönen blauen Donau"."

Berliner Morgenpost: 1000 Gäste tanzen auf dem Berliner Presseball - "Den traditionellen Eröffnungswalzer tanzten 32 Jugendpaare der Berliner Tanzschule Dieter Keller. Danach stand das Parkett dann allen tanzbegeisterten Gästen zur Verfügung."


Berliner Morgenpost: Tanzlehrerin Karola Keller

Seit sie laufen konnte, hat sie getanzt. Die kleinen Füße gekonnt zur Musik bewegt. Ballett. Stepptanz. In der Deutschlandhalle, bei internationalen Tanzturnieren, trat sie auf. Entzückend war das. Und eigentlich auch gar nicht überraschend. Sie trägt ja einen Namen, den viele in Berlin mit Tanz verbinden. Karola Keller ist die Tochter von Monika Keller, der Inhaberin der wohl renommiertesten Tanzschule der Stadt. "Man wächst da so rein", sagt sie. Als sie 13, 14 war, ist sie da vorübergehend mal heraus gewachsen. Heute ist Karola Keller 26 und die Juniorchefin des Familienunternehmens. Wenn sie daran denkt, dass sie die Tanzschuhe mal an den Nagel hängen wollte, muss sie grinsen. Das ist vorbei, lange. Sie bereut sie nicht, die Zeit, die sie sich genommen hat, um darüber nachzudenken, was sie wirklich will. Umso reiflicher war die Antwort, die sie fand, als sie mit der Schule fertig war: Tanzen.

Hell sind die Räume in der Friedenauer Rheinstraße. An den Wänden hängen Fotografien von Prominenten, die sich in der Tanzschule schon mal Nachhilfe geben ließen. Frank Zander ist dabei, Jürgen von der Lippe. Eine riesige Discokugel hängt im Saal. Darunter, auf dem blankenParkett, da drehen sich die Paare, während Karola Keller durchs Mikro die Anweisungen gibt. "Slow", sagt sie. "Slow". Und "Quick". Ihre Stimme, perfekt in die Taktfolgen eingefügt, ist warm und kraftvoll. Sie sagt, wo es lang geht. Sie bestimmt nicht. Sie hilft, sich von der Musik tragen zu lassen. "Tanzen setzt ganz viel Glückshormone frei", sagt sie. Sie weiß auch, dass es einer Beziehung ungemein gut tun kann, wenn man einmal in der Woche zur Tanzstunde geht. Weil da Zweisamkeit passiert. Mit wenigen Worten und viel Gefühl. Ein Spiel, bei dem einer führt, bei dem es Spaß macht, sich auch mal führen zu lassen.

Ein Spiel, bei dem keiner verliert. Wer keinen festen Tanzpartner hat und sich rechtzeitig anmeldet, dem hilft die Tanzschule einen Herrn oder eine Dame zu finden. "Hier haben sich schon Ehen angebahnt", sagt sie. Freundschaften sowieso. Vor allem unter Jugendlichen. Nachwuchsprobleme hat ihre Schule nicht. "Paartänze sind wieder modern geworden." Nicht nur Salsa und Tango. Auch Cha-Cha, Rumba, Walzer. Der Tanz, den sie zurzeit besonders liebt, ist einer, bei dem man niemanden im Arm hält. "Zumba" heißt der Trend aus Lateinamerika.Karola Keller zeigt ihrem - vorwiegend weiblichen – Publikum, wie man sich zu Salsa- und Merengue-Rhythmen austobt. "Das ist so mitreißend", sagt sie, die junge Frau, die jeden Tag Musik hört, Rhythmen, die den Körper in Bewegung setzen.

Kann sie still sitzen? Sie kann.Tanzen ist nicht nur Praxis, sondern auch Theorie. Schrittfolge. Raumrichtung. Das klingt einfach. Das muss man sich schwer erarbeiten. Als sie klein war, da hätte sie ihre Mutter gerne mehr für sich gehabt. Von morgens bis abends, war Monika Keller im Einsatz, unterrichtete, tanzte. Die Tochter wollte einen Beruf mit einem Achtstundentag. Es ist anders gekommen. Es ist ihr Leben. Ein Privatleben hat sie aber auch. Am Wochenende geht sie in Clubs. "Da macht man einfach das, was man will und hottet ab."Karola Keller, 26, ADTV Tanzlehrerin, lernt ständig dazu. Sie ist Zumba-Instruktor und Salsa-Fachlehrerin. Und Junior-Chefin. Ihre Mutter Monika Keller hat 1979 nach dem Tod ihres Mannes Dieter Keller die Leitung der Tanzschule Keller übernommen. Seit Januar 2011 führen Monika und Karola Keller die Tanzschule gemeinsam.

Die renommierte Berliner ADTV Tanzschule Dieter Keller eröffnet den 112. Presseball

Das sagt die Berliner Morgenpost: Der erste Tanz war eine Polka. Eine "Annen-Polka", um genau zu sein, wie "Swing Dance Orchestra"-Chef Andrej Hermlin erklärt. Er freut sich über die gelungene Premiere zum Auftakt des Berliner Presseballs, der in diesem Jahr nicht nur seinen 112. Geburtstag, sondern auch Premiere in der Ullstein-Halle des Axel-Springer-Hauses in Kreuzberg feierte. Und das kommt an. In Schwung gebracht von den professionellen Tänzerinnen und Tänzern der Tanzschule Dieter Keller lassen sich die etwa 1200 Gäste nicht langen bitten. Eine lange Ballnacht beginnt. Warum sollten Sie Walzer, Foxtrott, Quickstep, Rumba, DiscoFox, Tango, Salsa und co. bei der ADTV Tanzschule Dieter Keller lernen? Ganz einfach, bei uns macht Tanzen Spaß!!

Tanzen macht glücklich und entspannt. Nach einem harten Tag im Büro kostet es Überwindung, abends noch in die Tanzschule zu fahren um zum x-ten Mal den Schwebebalken zu üben, eine Figur bei der Rumba, die es in sich hat. Doch nach 90 Minuten auf dem Tanzboden ist der Stress wie weggeblasen. Es ist, als ob die Musik einen überredete, alles los zu lassen. Neugierig geworden? Besuchen Sie uns - ADTV Tanzschule Dieter Keller - Berlin Steglitz - Die Tanzschule in Berlin bei der Tanzen lernen Spaß macht.


Die renommierte Berliner ADTV Tanzschule Dieter Keller eröffnet den 112. Presseball

Das sagt die Berliner Morgenpost: Der erste Tanz war eine Polka. Eine "Annen-Polka", um genau zu sein, wie "Swing Dance Orchestra"-Chef Andrej Hermlin erklärt. Er freut sich über die gelungene Premiere zum Auftakt des Berliner Presseballs, der in diesem Jahr nicht nur seinen 112. Geburtstag, sondern auch Premiere in der Ullstein-Halle des Axel-Springer-Hauses in Kreuzberg feierte. Und das kommt an. In Schwung gebracht von den professionellen Tänzerinnen und Tänzern der Tanzschule Dieter Keller lassen sich die etwa 1200 Gäste nicht langen bitten. Eine lange Ballnacht beginnt.


Warum sollten Sie Walzer, Foxtrott, Quickstep, Rumba, DiscoFox, Tango, Salsa und co. bei der ADTV Tanzschule Dieter Keller lernen?

Tanzen macht glücklich und entspannt. Nach einem harten Tag im Büro kostet es Überwindung, abends noch in die Tanzschule zu fahren um zum x-ten Mal den Schwebebalken zu üben, eine Figur bei der Rumba, die es in sich hat. Doch nach 90 Minuten auf dem Tanzboden ist der Stress wie weggeblasen. Es ist, als ob die Musik einen überredete, alles los zu lassen. Neugierig geworden? Besuchen Sie uns - ADTV Tanzschule Dieter Keller - Berlin Steglitz - Die Tanzschule in Berlin bei der Tanzen lernen Spaß macht.

Tanzen lernen wird immer beliebter!

Ganz egal, ob allein oder zu zweit, beim orientalischen Bauchtanz oder eins zwei drei im Walzerschritt. Seit einigen Jahren befinden sich besonders die ADTV Tanzschulen im stetigen Aufwärtstrend und verzeichnen steigende Teilnehmerzahlen. Während die Jugendlichen mit Begeisterung beim Video-Clip-Dancing die Schritte der Stars in den Video-Clips auf VIVA und MTV nachahmen (ADTV Dance4Fans), sich dem Jumpstyle, der elektronischen Tanzmusik, Modetänzen wie dem Disco-Fox widmen oder im Tanzschuljahr Tischsitten, Knigge oder Berwerbungstraining verinnerlichen, besinnen sich die Älteren auf den guten alten Gesellschaftstanz. Oder probieren neue Konzepte wie den "Club Agilando des ADTV", eine Kombination aus tänzerischer Gymnastik und Partytänzen. Doch der Spaß steht überall an erster Stelle.

Aber Tanzen macht nicht nur Spaß, es ist auch gesund!!

Der Körper wird stärker durchblutet, die Giftstoffe gut ausgeschieden. Gerade nach der trüben kalten Jahreszeit ist deshalb ein Tanzkurs ideal. Rhythmus und Bewegung bringen unseren Körper wieder in Schwung. Und das Gute ist: Dabei werden unsere Gelenke nicht so beansprucht wie bei anderen Sportarten. Viele Krankenkassen fördern das Tanzen inzwischen als Prävention.

Sie wollen etwas für Ihre Gesundheit tun und sportlich aktiv werden?

Sehr gut. Dann versuchen Sie es doch einmal in einem beschwingten Dreivierteltakt, denn Tanzen und Tanzen lernen ist wieder in. Seit einigen Jahren befinden sich besonders Deutschlands ADTV Tanzschulen im stetigen Aufwärtstrend und verzeichnen steigende Teilnehmerzahlen.Während sich die Jugendlichen mit Begeisterung dem Video-Clip-Dancing, Jumpstyle oder Modetänzen wie dem Disco-Fox widmen, besinnt sich die etwas ältere Generation auf den guten alten Gesellschaftstanz oder besinnt sich auf völlig neue Konzepte wie z.B. dem Club Agilando

Tanzen ist weit mehr als ein Hobby, das einfach "nur" Spaß macht:

Es ist Balsam für die Seele; schließlich tanzt man in der Regel in geselliger Runde und nicht allein im stillen Kämmerlein. Doch es kommt noch besser: Tanzen trainiert die grauen Zellen und die Koordinationsfähigkeit. Und ganz nebenbei werden Herz, Kreislauf, Muskeln und Knochen gestärkt.

Was machen Sie am Wochenende oder vielleicht schon heute Abend?

Schauen Sie doch einfach ganz unverbindlich bei uns in der Tanzschule Dieter Keller in Berlin Steglitz vorbei, gerne geben wir Ihnen weitere Informationen und beantworten Ihre Fragen zum Tanzen/Tanzen lernen oder einen Tanzkurs bei der Tanzschule mit Tradition in Berlin.